Hotel Kipphut

Traditionshaus in Sarstedt seit 1861

Das familiär geführte Hotel Kipphut hat eine lange Tradition in Sarstedt. Es ist sehr zentral gelegen. Zum Messegelände Hannover sind es 10 Minuten mit dem Auto. 20 Minuten brauchen Sie nach Hannover und 20 Minuten zur Domstadt Hildesheim.

Das mehr als 100 Jahre alte Gebäude wurde 2018 komplett neu renoviert und alle Zimmer neu möbliert.

Insgesamt verfügt das Hotel über 15 Zimmer. Das meiste davon sind Doppelzimmer.

In unserem Frühstücksraum erwartet Sie ein reichhaltiges Frühstücksbuffet und ab Mittag ist unser asiatisches Restaurant mit Biergarten geöffnet.

Lohnende Ausflugsziele in der näheren Umgebung

  • Schloss Marienburg, Nordstemmen (11-16 Uhr)
  • Zoo, Hannover
  • Königliche Gärten und Berggarten, Hannover-Herrenhausen
  • Sealife, Hannover
  • Marien Dom, Hildesheim (UNESCO Welterbe)
  • Maschsee und Neues Rathaus, Hannover (Auffahrt in die Kuppel möglich)
  • Spaziergänge entlang des Mittellandkanals oder der Leine
  • Niedersächsisches Landesmuseum, Hannover
  • Hohnsensee, Hildesheim

Der Kipphut

Was zum Schmunzeln

Nordöstlich der Stadt Sarstedt zieht sich in einer Entfernung von mehreren hundert Metern in der Nord-Süd-Richtung ein Höhenzug hin, dessen einzelne Gipfel unterschiedlich bezeichnet werden. Zu diesen Erhebungen gehört auch der Kipphut.
Der Kipphut bei Sarstedt ist nachweislich historischer Boden. Im 30-jährigen Kriege – am 12. März 1632 – wollten die "Kaiserlichen" unter General Pappenheim die Sarstedter Bürger zwingen, wieder katholisch zu werden, andernfalls wollte Pappenheim "dat ganze Nest in Klumpen scheiten", wie die Sage erzählt. Der General stand mit seinem kaiserlichen Heere auf dem Kipphut und wartete darauf, dass Sarstedt sich ergeben und zum katholischen Glauben bekehren würde. Was dann geschah, ist hinlänglich bekannt und durch die Sage überliefert worden bis auf den heutigen Tag. Dem Bürgermeister von Sarstedt "brummte der Kopf"; er wusste keinen Ausweg. Aber der Geistliche rettete die aussichtslos erscheinende Situation. Er verkleidete sich als Papst Gregor und zog mit einer langen Reihe Schulkinder, die ebenfalls in lange weiße Hemden gehüllt waren, zum Kipphut vor den General. Dabei sangen sie das Lutherlied "Eine feste Burg ist unser Gott…". Und der Pastor bat den General, die "Sastieschen gewiehren tau laten, sei härren ühne ja noch nix ´edahn". Beeindruckt von dem merkwürdigen Zuge, halb schmunzelnd, halb brummend, zog sich Pappenheim mit seinen Söldnern von dem „Hogen Kippel“ zurück und retirierte nach Hildesheim.
Über 2 Jahre später, am 9. Juli 1634, wurden auf dem Kipphut die Kaiserlichen von den Protestanten unter Graf Thilo von Uslar geschlagen. Auch bei dieser Gelegenheit soll stets von dem „Hogen Kippel“ oder dem „Kipphaut“ die Rede gewesen sein.
Eine andere Deutung des Namens Kipphut scheint aber wahrscheinlicher. 300 Jahre früher, also im 14. Jahrhundert, regierte in Südhannover Otto der Quade, der von 1367 bis 1394 Herzog von Braunschweig-Göttingen und Calenberg war. Er war den Städtern nicht wohlgesinnt. In seinen rauhen Diensten stand der Ritter Heinrich Kiphut, ein Bürgerfeind, Wegelagerer und Raubritter. Otto der Quade ließ ihn gewähren, obwohl er sich dadurch noch mehr Feinde machte, besonders unter den Bürgern der Stadt Göttingen. Der Raubritter Kiphut war zeitweilig Vogt auf dem Schloss Bollruz in Göttingen und nutzte dieses Amt dazu aus, die Göttinger immer stärker zu drangsalieren. Aber das nahm kein gutes Ende. Als Heinrich Kiphut im Verlauf einer kriegerischen Fehde zwischen Rittern und Bürgern in das Göttinger Bürgermeisterhaus eindrang und die sittsame Hausfrau böse belästigte, kam der couragierte Bürgermeister Werner Roden hinzu und schlug dem Ritter Kiphut kurzerhand in jähzorniger Wut mit seinem breiten Degen den Kopf vom Rumpfe. Das Haupt des räuberischen Kiphut warf er durch das Fenster auf den Göttinger Marktplatz.
Diese gar grausige Geschichte machte wie ein Lauffeuer die Runde im ganzen welfischen Lande. Und es scheint nicht ausgeschlossen, dass der Berg bei Sarstedt seinen Namen nach dem Ritter Kiphut erhalten hat. Über den Berg führte schon damals die Heeres- und Handelsstraße von Hannover nach Hildesheim. Kaufherren und Fuhrleute zogen mit ihren beladenen Frachtwagen diese Strecke. Oft wurden sie im Raume von Sarstedt, in der Nähe der damals bewaldeten Bergkuppe, überfallen und ausgeplündert. Wegelagerer lauerten auf der Spitze des Berges; denn dort konnten sie die Straße bis weit hinab ins Tal übersehen. Man warnte also die Kauffahrer und Fuhrleute: „Seid vorsichtig! Seid auf der Hut, damit ihr nicht einem Wegelagerer wie Heinrich Kiphut in die Hände fallt!“ Oder auch: „Im Wald auf dem Berge gibt es mehr solcher Räuber, wie Heinrich Kiphut einer war! Hütet euch vor dem Kiphut!“ Seitdem wird der Berg im Südosten Sarstedts kurz der „Kipphut“ genannt, sagt die Überlieferung…